Details

Verlag

Commons Press

Auflage

1.

Erscheinungsjahr

2023

Seitenzahl

1794

Sprache

Englisch

ISBN
(Taschenbuch)

978-1-7374810-5-8

ISBN
(Gebundene Ausgabe)

978-1-7374810-2-7

The Power of Peasants

Economics & Politics of Farming in Medieval Germany

von Robert Dees •Band 1 & 2• 9 REZENSIONEN


Fortschritte in der landwirtschaftlichen Produktion durch Bauern trieben die großen zivilisatorischen Durchbrüche in Europa voran: den Aufstieg und den Sturz Roms, den Aufstieg der mittelalterlichen Zivilisation, den Sturz der feudalen herrschenden Klassen in England und den Niederlanden vom 14. bis zum 17. Jahrhundert sowie den Aufstieg des Kapitalismus. Durch diese Revolutionen errangen die Bauern größere wirtschaftliche und politische Freiheit, die sie gut zu nutzen wussten, um den Reichtum der Natur bestmöglich auszuschöpfen und damit das Fundament für den nächsten zivilisatorischen Fortschritt zu legen.

Doch um Zugang zu Land, Freiheit und Wohlstand zu erlangen, mussten die Bauern erbitterte Kämpfe gegen die Herren der Gesellschaft führen, die, um ihren eigenen Reichtum und ihre Macht zu maximieren, danach trachteten, die Produzenten in Armut und Knechtschaft herabzudrücken. Die Bauern waren entscheidend: In jenen Ländern, wie England und Holland, in denen die Bauern ihre Freiheit errangen, stärkten sie die Stadtbewohner in ihrem Kampf gegen die Feudalherren und gaben den Ausschlag für den Sieg. Wo die Bauern besiegt wurden, wie in Deutschland, unterlagen auch die Städte; diese Länder fielen in weitere Jahrhunderte feudaler Depression zurück. Wenn wir die Geschichte aus der Perspektive der Bauern und anderer arbeitender Menschen betrachten, können wir verstehen, warum sie den Verlauf nahm, den sie nahm, und uns besser auf die Kämpfe vorbereiten, die vor uns liegen.

ERHÄLTLICH ALS

Taschenbuch

33,00€

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Rezensionen (9)


AUSGEWÄHLTE REZENSION

„Robert Dees vertritt in seiner ausufernden Studie eine zugespitzte These: Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Europas wurde vorrangig von den Bauern und ihrem Kampf um Freiheit geprägt. […] Ergebnis der bewundernswerten Tatkraft und intellektuellen Unbekümmertheit ist ein Buch, das die Unterdrückten zu den prime movers der Geschichte erklärt – nicht unsympathisch.“

Ozancan Bozkurt

Economic History Association / EH.net

„Neben ihrem leserfreundlichen Stil und ihrer zugänglichen Sprache besteht der bedeutendste Beitrag dieser umfassenden und detaillierten Studie darin, bäuerliche Handlungsmacht über einen breiteren zeitlichen und geografischen Rahmen hinweg aufzuzeigen. […] The Power of Peasants […] regt dazu an, die transformative Wirkung der Bauern in der europäischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie die Bedeutung von Konflikten zwischen verschiedenen Akteuren zu überdenken. Das Buch geht über die Wirtschaftsgeschichte des ländlichen Süddeutschlands hinaus und bietet eine Meistererzählung, wie sie in der bestehenden Literatur ungewöhnlich ist. Es ist ein Werk, das breitere Beachtung und wissenschaftliche Diskussion verdient.“


Aus dem Englischen übersetzt

Pierre Dockès

Emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften, Université Lumière Lyon 2

„Robert Dees hat uns […] einen wichtigen Beitrag geliefert. Über eine reichhaltige Synthese und eine sorgfältige Untersuchung der wirtschaftlichen und sozialen Realitäten hinaus bietet er uns eine originelle Perspektive, indem er den Schwerpunkt auf die Machtverhältnisse und Konflikte in der ländlichen Welt zwischen Bauern und Herren legt […]. Laut R. Dees sind die Befreiung aus der Leibeigenschaft und die Errungenschaften der Bauernschaften ein wesentlicher Faktor wirtschaftlicher Expansion – und umgekehrt gilt das Gleiche für ihre Niederlagen. Besonders geschätzt habe ich Dees’ Fähigkeit, uns weite Perspektiven zu eröffnen und sich zugleich auf lokale Erfahrungen sowie entscheidende und aufschlussreiche Momente zu stützen. […] Das Buch liest sich leicht; es wird Fachleute interessieren, für Studierende nützlich und für ein Publikum informierter Laien bereichernd sein.“


Aus dem Französischen übersetzt

Chris Wickham

Chichele Professor of Medieval History (emeritiert), Universität Oxford

„Robert Dees hat auf der Grundlage gründlicher Recherchen eine sehr gut lesbare und gelungene Darstellung eines wichtigen Teils Süddeutschlands – Memmingen und das Allgäu – im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit verfasst. Es handelt sich um eine regionale Analyse von Unterdrückung, Widerstand und langfristigen Entwicklungen mit weitreichenden Implikationen für die europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte dieser Zeit. Jeder, der sich für diese Geschichte interessiert, sollte das Buch lesen.“


Aus dem Englischen übersetzt

Michael Roberts

Review of Agrarian Studies

„Im Gegensatz zu den etablierten Wirtschaftshistorikern argumentiert Dees, dass die Bauern in den ganz überwiegend agrarisch geprägten Wirtschaften der Antike und des Mittelalters eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung der europäischen Zivilisation spielten. […] Dees bietet dem Leser in seiner Darstellung der Rolle der Bauernschaft in Europa seit dem antiken Rom eine materialistische Geschichtsauffassung. […] Dees liefert eine neue Erklärung für die Ursachen des Bauernkriegs von 1525 und die langfristigen Folgen der Niederlage. Das dürfte gerade in diesem Jahr, in dem sich dieses Ereignis zum 500. Mal jährt, von besonderem Interesse sein.“


Aus dem Englischen übersetzt

Dominic Alexander

Counterfire Books of the Year 2025

„Ein großartiges Werk zur marxistischen Geschichtsdeutung der antiken und feudalen Gesellschaft, das breite Anerkennung verdient. […] Der Kernpunkt ist, dass der Rhythmus des Aufstiegs und Niedergangs politischer Regime – des Römischen Reiches, des karolingischen Versuchs, das Reich neu zu gründen, und der mittelalterlichen Monarchien – in direktem Zusammenhang damit steht, inwieweit es den Bauern gelang, sich von der Ausbeutung zu befreien – oder eben nicht. […] Nicht die herrschende Klasse machte Geschichte, sondern die Fähigkeit der Bauernschaft, sich gegen die Ausbeutung zu wehren, bestimmte letztlich den Charakter einer Epoche. Dabei räumt Dees mit so manchem selbstgefälligen akademischen Konsens auf. […] Diese Bände mögen lang sein, aber sie sind gut geschrieben und robust.“


Aus dem Englischen übersetzt

D. Donovan

Leitender Rezensent, Midwest Book Review

Eine „Betrachtung der Ereignisse der Zivilisation aus der Perspektive der Bauern […] eine starke Gesamtdarstellung, die weit mehr leistet, als nur allgemein Bekanntes zusammenzufassen […] überraschend leicht zugängliche, wunderbar aufschlussreiche Lektüre […]. Die oft verblüffenden, augenöffnenden und zum Nachdenken anregenden Thesen sind außergewöhnlich und schlagkräftig […] sehr empfehlenswert; idealerweise für ein viel breiteres Publikum, als es der wissenschaftliche Anspruch, der Umfang und das Thema vermuten lassen.“


Aus dem Englischen übersetzt

Günter Steiner

Amtsrat am Staatsarchiv Augsburg

„Ihre agrar- und kulturgeschichtliche Arbeit ist nicht nur für die Verhältnisse im Raum Memmingen und Umgebung von grundlegender Bedeutung, sondern durch Vergleiche mit anderen europäischen Ländern auch überaus spannend zu lesen. […] Ihre detailreiche Abhandlung bekommt nächstes Jahr (500 Jahre Bauernkrieg 1525) eine ganz besondere Bedeutung. […] Ein umfangreicher Anhang mit Zeittafel, Münzen – Maßen und Gewichten u.v.m. macht Ihre Arbeit zum wichtigen Nachschlagewerk. […] Wir wünschen Ihnen, dass Ihr Buch bei einem breiteren Publikum bekannt wird und zahlreiche interessierte Leser findet.“

Martin Empson

Agricultural History Review

„Dees’ Buch ist ein wichtiger Beitrag. Ob der Leser nun mit dem Ansatz übereinstimmt oder nicht, […] es gibt zu wenige Autoren, die bereit sind, vorherrschende historische Dogmen infrage zu stellen. Dees tut genau das und nimmt es dabei auf oft fesselnde und fundierte Weise mit Historikern, Wissenschaftlern, Ökonomen und politischen Theoretikern auf. Vor allem aber würdigt sein Buch die Kämpfe gewöhnlicher Menschen der Vergangenheit, um daraus Erkenntnisse für die Kämpfe der Gegenwart zu gewinnen.“


Aus dem Englischen übersetzt


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